Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

Für Unfälle im Berufsleben ist die DGUV (Berufsgenossenschaften und Unfallkassen) zuständig. Sie ist einer der fünf maßgeblichen Träger im deutschen Sozialbereich. Sie ist verantwortlich für die Erfassung von Unfällen, die medizinische Bearbeitung derselben, sowie bei größeren Schädigungen die Festlegung von Renten. Eines der wesentlichen Ziele der Unfallversicherung ist auch die Prävention, also die vorbeugende Verhinderung von Unfällen. Die Unfallversicherung befasst sich auch mit den Themen Auswahl und Benutzung von Leitern, Tritten und Fahrgerüsten. Mit ihren über Gefährdungsbeurteilungen festgestellten Benutzungsanweisungen werden sog. DGUV Informationen erlassen, die den Umgang mit Leitern und Fahrgerüsten regeln.

Das erhebliche bei der Unfallversicherung vorhandene Erfahrungspotential nutzt auch die DELEIFA, in dem sie mit der Unfallversicherung zusammenarbeitet.

Die zur Zeit gültige europäische Norm für Leitern „EN 131“ ist in Deutschland seit 1993 als DIN EN 131 verpflichtend eingeführt worden und hat sich seitdem bewährt, die Unfallzahlen sind rückläufig. Im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherer konnte ein Rückgang der meldepflichtigen Unfälle mit Leitern von ca. 45 000 Anfang der 90iger Jahre auf nunmehr nur noch 24 000 in 2014 verzeichnet werden. Da nach verschiedenen Untersuchungen der BG der größte Teil der Unfälle auf menschliche Ursachen zurückzuführen ist (siehe u.a. aktuelle Studie der BGN zu Leiterunfällen ), wird eine Senkung auf „Null Unfälle“ auch nicht Zukunft nicht möglich sein. Fachleute gehen davon aus, dass der Stand, der heute erreicht worden ist, nicht mehr wesentlich abgesenkt werden kann. Die Arbeit der Berufsgenossenschaften im Bereich der Prävention hat hier wesentlich dazu beigetragen, die signifikante Senkung der Unfallzahlen zu erreichen.


Ziel ist es, diese hohe Anzahl der Unfälle im Berufsleben zu minimieren. Dazu hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV als Spitzenverband der Unfallversicherungsträger Experten berufen, die die Normung von Leitern und Tritten maßgeblich beeinflussen. Auf der Basis der am Markt verfügbaren Produkte sowie Gefährdungsbeurteilungen werden hier Schriften zur Auswahl und Benutzung von Leitern und Tritten (insbesondere die DGUV Information 208-016 vormals BGI 694) sowie Fahrbaren Arbeitsbühnen (insbesondere das "Baustein-Merkheft" der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (DGUV Information 201-047 vormals BGI 5101; Baustein B23) erarbeitet und regelmäßig aktualisiert.

Die Erfahrung zeigt, dass sich diese jahrzehntelang bewährten Hinweise auch auf den Privatbereich übertragen lassen, zumal hier gegenüber dem gewerblichen Bereich ein etwa doppelt so hohes Unfallgeschehen angenommen wird.

Aus diesem Grund arbeitet DELEIFA eng mit der DGUV zusammen und nutzt deren zahlreiche Erkenntnisse.

Informationen zur Auswahl und Anwendung von ortsfesten Steigleitern enthält die DGUV Information 208-032 vormals BGI 5189.

Weitergehende Fragen für den gewerblichen Bereich zu Auswahl und Benutzung von Leitern, Tritten sowie ortsfesten Steigleitern und Maschinenarbeitsbühnen können Sie an fbhl (ät) bghw.de richten. Zu Gerüsten und Fahrbaren Arbeitsbühnen wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.